DIE NORDMOLE ALS GRÜNER UFERSTREIFEN DES MAINZER ZOLLHAFENS– MEHR NATUR UND ERHOLUNG

Die Entwicklung des neuen Stadtquartiers am Mainzer Zollhafen schreitet voran: Eine ganze Reihe von Gebäuden sind fertiggestellt, einige noch im Bau. Die öffentlichen Bereiche gewinnen zunehmend an Kontur. Seit der Wiederherstellung der Brückenverbindung zwischen Nord- und Südmole im Jahr 2017 ist das Hafengebiet auch Teil der Fuß- und Radwegeverbindungen entlang des Rheins.
Die Realisierung des Grünufers an der Nordmole ist der nächste bedeutende Entwicklungsschritt. Das Gelände liegt derzeit auf einer Ebene wie die anderen Bereiche der Nordmole und ist größtenteils asphaltiert. Künftig jedoch wird der Uferstreifen um knapp 2 m tiefer gelegt. Mehr Natur und mehr Erholung im Quartier sind das Motto. Ein Konzept zu finden ist eine kreative und technische Herausforderung, da viele Bedingungen berücksichtigt werden müssen.

EIN WETTBEWERB FÜR DAS BESTE NORDMOLEN-KONZEPT

Um die beste Lösung für die Nordmole als grünem Uferstreifen zu finden, führt die Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG einen Wettbewerb durch. Zur Teilnahme werden sieben renommierte Planungsbüros für Landschaftsarchitektur und -planung aufgefordert. Das Wettbewerbsverfahren soll schon nach den Sommerferien 2020 starten. Im Wettbewerb geht es konkret um die Gestaltung eines Areals, das sich an der Rheinseite der Nordmole im Mainzer Zollhafen auf einer Breite von ca. 13,5 m bis 28,5 m erstreckt und zwischen der Einfahrt in das Hafenbecken und dem Gastronomiebetrieb „Zum Schorsch“ liegt. Bei einer Länge des Uferstreifens von ca. 550 m, beläuft sich die Fläche des künftigen Grünufers auf rund 10.000 m2.

Plan

ANFORDERUNGEN AN DIE PLANUNG

ABSENKUNG
Derzeit liegt das größtenteils asphaltierte Gelände noch auf dem Niveau der anderen Bereiche der Nordmole, soll jedoch um knapp 2 m abgesenkt werden. Grundlage für diese Absenkung ist ein wasserrechtliches Genehmigungsverfahren, das genaue Vorgaben für das künftige Höhenprofil des Uferstreifens macht und die Beschaffenheit der Uferbefestigung vorgibt. Ausschlaggebend für diese Maßnahmen ist der Hochwasserschutz: Die Anpassung des Uferniveaus schafft einen Ausdehnungsraum, der dem Rhein bei Hochwasser zur Verfügung steht – man spricht hier vom sogenannten »Retentionsvolumen«. Das Höhenprofil des Ufers wurde zum Wasser in verschiedenen Abschnitten unterschiedlich festgelegt. Teilweise bleibt die heute vorhandene Betonwand – wenn auch stark eingekürzt – erhalten. In anderen Bereichen ist ein Schrägufer geplant. In einem bestimmten Abschnitt wird die Möglichkeit bestehen, das grüne Ufer bis an das Wasser heranzuführen.

NATUR UND ÖKOLOGIE VERSUS SPIEL UND FREIZEIT
Zum einen ist eine naturnahe Gestaltung und Bepflanzung mit hohem ökologischem und klimatischem Nutzen gewünscht. Zum anderen soll das Grünufer den Bürgerinnen und Bürgern eine dauerhafte und je nach Jahreszeit entsprechende Freizeitnutzung ermöglichen. Neben Aufenthaltsbereichen für Menschen jeden Alters sollen Spielbereiche für Kinder und Jugendliche entstehen. Dabei kann es gerne wenig konventionell zugehen: Anstelle der typischen Spielplatzgestaltung sind Spielangebote gefragt, die sich in die naturnahe Gestaltung integrieren – und das, natürlich, nicht zulasten des Spaßes.  Öffentliche Veranstaltungen sollen im Bereich des Grünufers hingegen nicht stattfinden, da sie sich mit der gewünschten naturnahen Gestaltung nicht vertragen würden.

UMFELD ANBINDUNG
Eine gelungene Einbettung in die bestehende Umgebung ist wichtig. Dies gilt sowohl im Süden für den Übergang zum Molenkopf, als auch für die nördlich anschließenden Bereiche in Richtung Kaiserbrücke. Auch zur höher gelegenen Uferpromenade entlang der Bebauung der Nordmole (dem »Loop«) müssen geeignete Anbindungen geschaffen werden. 

TECHNISCHE ANFORDERUNGEN

  • Barrierefreier Zugang zum Uferstreifen.
  • Die Erreichbarkeit für Feuerwehr, Rettungsfahrzeuge und Entsorgungsbetriebe.
  • Eine ausreichende Beleuchtung, die sowohl dem Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger genügen muss, als auch aus Gründen des Artenschutzes nicht zu hell ausfallen darf.
  • Die Anlage des Grünufers muss die regelmäßig zu erwartenden Überschwemmugen überstehen können.
  • instandhaltungsfreundliche und robuste Gestaltung.

DER ZOLLHAFEN – EIN HISTORISCHER ORT
Die historische Vergangenheit soll ebenfalls bei der Gestaltung des Grünufers einbezogen und reflektiert werden: Die Absenkung des Uferbereichs wird – das ist heute schon bekannt – Teile von ehemaligen Befestigungsanlagen zu Tage fördern, die erhalten und in die neuen Planungen integriert werden sollen. Zudem soll ein historischer Verladekran aus der Hafennutzung im Bereich des Grünufers einen neuen Aufstellungsort finden.

WIRTSCHAFTLICHKEIT
Ziel der Planung und Realisierung des Grünufers ist eine qualitätsvolle und zugleich robuste Lösung, die sowohl die Baukosten als auch die spätere Unterhaltung und Pflege der Anlage finanziell im angemessenen Rahmen hält. Deshalb sind natürlich nicht zuletzt ökonomische Aspekte zu berücksichtigen.

Wunschzettel

IHRE IDEEN FÜR DIE NORDMOLE SIND GEFRAGT….

Beteiligen Sie sich vom 26.06. – 20.07.2020.

Das Grünufer an der Nordmole soll eine Bereicherung für das Stadtquartier Zollhafen, die Neustadt und alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mainz werden; ein neuer Grünraum direkt am Rhein.

Bürgerinnen und Bürger haben jetzt – im Vorfeld des Wettbewerbs – die Möglichkeit, Ideen und Hinweise zur Aufgabenstellung einzubringen. Die Ideen finden – soweit diese mit den Anforderungen in Einklang zu bringen sind – Eingang in die Auslobung zum Wettbewerb. Die Planungsbüros haben die Aufgabe, die Ideen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger für ihre Konzeptionen zu überprüfen und zu entscheiden, wo und wie diese einfließen können.

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